NAME Betreuungsverbund St. Irmgardis - Mädchenwohnheim des Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF)
Art der Einrichtung Mädchenwohnheim
Adresse Westwall 153
47798 Krefeld
Sprechzeiten Bürozeiten:
Mo-Fr 8.00-16.00 Uhr

Telefonisch im Notfall rund um die Uhr erreichbar
Kontakte Fr. Martina Jagnow (Leiterin),
Fr. Angelika Cziaja (Verwaltung)
Telefon Tel: 0 21 51 / 63 37 - 30 Verwaltung
Tel: 0 21 51 / 63 37 - 31 Fr. Jagnow
Tel: 0 21 51 / 63 37 - 32 pädagogisches Team, jederzeit erreichbar
Fax: 0 21 51 / 63 37 63
Mail-Adresse maedchenheim@skf-krefeld.de
Homepage www.skf-krefeld.de
Kommentar Der Betreuungsverbund St.Irmgardis ist eine auf die geschlechterspezifische Arbeit spezialisierte, stationäre Jugendhilfeeinrichtung für Mädchen, junge Frauen, Schwangere und junge Mütter im Alter von 14 27 Jahren.

Unser Angebotsformen richten sich an:

Minderjährige Jugendliche
im Alter von 14-18 Jahren gemäß § 34 KJHG/ SGB VIII 18-21 Jahren gemäß § 41 KJHG/ SGB VIII
Kinder und Jugendliche
als Inobhutnahme bei sexuellem Missbrauch im Alter von 12-18 Jahren gemäß § 42 KJHG/ SGB VIII
Mädchen und junge Frauen
während Schwangerschaft, Entbindung und Mutterschaft gemäß § 34 und § 41 KJHG/ SGB VIII..

Der Betreuungsverbund St.Irmgardis betreut Mädchen und junge Frauen, die aus problematischen Familienkontexten kommen. In unterschiedlicher Form sind sie Opfer von psychischer, physischer und / oder sexueller Gewalt oder Vernachlässigung geworden. Die Biographie der Mädchen ist die Ursache von auffälligem Verhalten wie Aggressivität, Depression, Verweigerung, Suchtverhalten und Selbstzerstörung. Viele der Mädchen sind orientierungslos, haben kein Selbstwertgefühl oder Selbstvertrauen entwickelt und sind nicht in der Lage, eine positive Perspektive für sich zu entwickeln. Der Betreuungsverbund St.Irmgardis bietet diesen Mädchen einen Schutzraum, der ihnen in einem gezielt gesetzten Rahmen Halt und Orientierung gibt, und fördert somit eine positive Persönlichkeitsentwicklung und Perspektivklärung.


Stationäres Angebot

Die stationäre Unterbringung im BV St. Irmgardis bietet den Mädchen eine Chance, notwendige, altersgemäße Entwicklungsziele zu erreichen. Viele der Mädchen haben bereits mehrere Stationen sozialer Hilfen oder auch Fremdunterbringungen hinter sich. Nach einer Anfrage durch das Jugendamt erfolgt ein Vorstellungsgespräch mit der Jugendlichen, den sorgeberechtigten Eltern und anderen an der Maßnahme beteiligten Institutionen oder Personen. Erscheint die Maßnahme angesichts der individuellen Problemstellung geeignet, erfolgt eine Aufnahme in unser Haus. In einem anschließenden Hilfeplangespräch werden realistische Zielvereinbarungen verbindlich mit allen Beteiligten erarbeitet.
Zunächst ist es wichtig, die Mädchen, die sich in einer Krisensituation befinden, zur Ruhe kommen zu lassen. Parallel verläuft die Integration in den pädagogischen Gruppenalltag.
Nach einer dreimonatigen Diagnostikphase werden die Ziele überprüft, ggf. verändert.

Die Ziele unserer pädagogischen Maßnahmen
-Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie
-Aufarbeitung familiärer Konfliktsituationen
-Hilfe bei der Bewältigung psychischer Probleme
-Orientierungshilfe bei der Identitätsfindung
-Unterstützung im lebenspraktischen Bereich
-Aufbau eines geregelten Tagesablaufes
-Förderung sozialer Kompetenz
-Unterstützung bei der Gestaltung von Beziehungen
-Eigene Körperwahrnehmung und Hygiene
-Abbau von Lern- und Leistungsdefiziten
-Berufsfindung und Eingliederung ins Berufsleben
-Aufbau einer langfristigen Lebensplanung
-Gestaltung eines sozialen Umfeldes außerhalb der Einrichtung.


Ad-hoc-Aufnahme:

Weibliche Jugendliche, die sexuell missbraucht wurden und Gewalterfahrungen gemacht haben, können unmittelbar in der akuten Krisensituation im Betreuungsverbund St. Irmgardis aufgenommen werden. Eine Aufnahme kann deshalb auch nachts außerhalb der üblichen Behördenzeit erfolgen.


Sozialpädagogisch betreutes Wohnen

Da unser Betreuungsziel in der Verselbstständigung der Jugendlichen liegt, orientieren sich die pädagogischen Inhalte und Ziele der Arbeit zum einen an den noch bestehenden Entwicklungsdefiziten und zum anderen an Anforderungen, mit denen die Jugendlichen bei einem späteren Umzug in eine eigene Wohnung konfrontiert werden. Um diesen Übergang zu erleichtern, haben die Mädchen in ihren Appartements Singleküchen mit der Möglichkeit der Selbstversorgung. Die individuelle, pädagogische Hilfe richtet sich nach dem Entwicklungsstand und der Stabilität der jungen Erwachsenen und soll unter Einbeziehung der schulischen und beruflichen Perspektive zur Erreichung der Selbstständigkeit führen.

Das sozialpädagogisch betreute Wohnen ist eine Betreuungsform, die auf den Grundfertigkeiten der Organisation von Alltagsanforderungen und Fähigkeiten der Selbstständigkeit des jeweiligen jungen Erwachsenen aufbaut und ihn befähigen soll, nach und nach seine Lebensgestaltung komplett eigenständig zu gestalten.

Die Unterbringung erfolgt in eigenen Wohnungen, die von den jungen Frauen mit Unterstützung der Pädagoginnen angemietet werden.


Nachbetreuung

Nachbetreuung ist ein geringfügiges Hilfeangebot für Jugendliche in der Ablösephase nach dem SBW. Die Jugendlichen benötigen nur noch wenig Unterstützung bei dem Schritt in die Eigenverantwortung.
Mit den öffentlichen Trägern der Jugendhilfe werden Fachleistungsstunden vereinbart, deren zeitlicher Rahmen und Umfang je nach Bedarf im Hilfeplan festgelegt wird.

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